Chronik

Aktueller Vorstand

Reinhard Knebel (seit 2012)

Ehemalige Vereinsvorstände

– Sattlermeister Bolz

– Uhrmachermeister Philipp

– Stellwerkmeister Stelzer

– August Bittighofer

– Wilhelm Stößer

– Josef Waßmer

– Engelbert Meroth (1929 – 1938)

– Robert Botterer (1939 – 1944)

– Ernst Grundel (1945 – 1953)

– Jakob Westermann (1954 – 1956)

– Hans Mülzer (1956 – 1960)

– Helmut Werstein (1960 – 1963)

– Ernst Schmidt (1964 – 1967)

– Alfons Ihle (1968 – 1970)

– Georg Isele (1971 – 2011)

– Reinhard Knebel (seit 2012)

Gründung des Kleintierzuchtverein 1895 Bruchsal C 20

Im Jahre 1895 wurde der Verein Gegründet von den Herrn Sattlermeister Bolz, Uhrmachermeister Philipp, Stellwerkmeister Hoffmann, Gastwirt Bruckner, Ingenieur Steinbach, Inspektor Siegel, Zimmermeister Armbruster, Lokführer Zimmermann und den Herren Schneise und App.

Mann wählte ,, Badischer – Pfälzischer Kleintierzuchtverein“ als Vereinsname.

Im ersten Jahrzehnt hatten der Verein sehr mit seiner Existenz zu kämpfen da er nur aus 18 bis 20 Mitglieder bestand. Im Jahre 1904 führten dann diese 20 Mitglieder eine Landeskaninchenschau in der Reithalle mit einem sehr  großen Erfolg durch. Die Not nach dem 1. Weltkrieg brachte dem Verein neue Mitglieder und somit auch einen gewissen Aufschwung. Die Monats-versammlung fanden im ,,Graf Kuno“ und später im ,,Goldenem Lamm“ statt. Fünf Jahr nach der Gründung des Kleintierzuchtvereins wurde im Jahr 1900 der Geflügelzuchtverein gegründet.

Da man gemeinsame Ziele hatte , insbesondere die Rassenzucht aller Kleintiere zu fördern, beschlossen die beiden Vereine sich im Jahre 1928  zusammen zu tun.

1935 folgte die Kleintierzuchtverein ,,Förderung“.

Im Jahre 1936 begann man mit dem Aufbau einer Kleintierzuchtfarm mit 28 Parzellen in der Hanfröste ( bei der Holzindustrie ). Der damalige  Vorstand Engelbert Meroth erwarb sich besondere Verdienste beim erbau.

Während den Kriegs- und Notjahren fanden immer mehr Leute gefallen dann der Kleintierzucht, um somit an den Genuss der Futterzuteilung zu kommen.

In den ersten Jahren nach dem 2 Weltkrieg stick die Mitgliederschaft auf 425 an, so rasch die Mitglieder Zahl stieg senkte sie sich auch wieder. 1955 waren es nur noch 120. Die Züchter legten ihren Fokus auf die Zucht von Angora- Kaninchen, da seine Wolle sehr ertragreich war (100 kg hatte einen Wert von ca. 2600 DM).

Wären des Bombenangriff 1945 kamen viele der Kleintiere um, so dass die Züchter in große Not kamen und mit ihrer Zucht neu beginnen mussten. So manches Tier war eine willkommene Abwechslung auf dem kargen Speisezettel der Züchterfamilien, wie auch bei Nichtzüchtern,  welche Nachts das ein oder andere Tier aus den Zuchtanlagen entwendeten. Worauf sich der Verein gezwungen sah, nächtliche Wachdienste einzuführen, welcher immer aus zwei Züchtern bestand. Dies war jedoch gewiss nicht ungefährlich – das musste Zuchtfreund Herzog am eigenen Leib erfahren nach dem er einen Diebstahl verhinderte, musste er mit einem gebrochenem Arm zum Arzt.

Dem Engagement von Vorstand Ernst Grundel und seinem Nachfolger Hermann Heneka war es zu verdanken, dass der Verein in den folgenden Jahren wieder auf Erfolgskurs kam. In Zelten, Schulen und Hallen fanden die Ausstellungen des Vereins statt, nach dem 2 Weltkrieg in der Dragonerkaserne..

1955 feierte der Verein seinen 60. Geburtstag auf dem Fußballplatz der Holzindustrie mit einem großem Fest. Jakob Westermann, der erste Vorsitzende, konnte viele Ehrengäste aus Organisation und Politik begrüßen – worauf eine Pelzmodenschau und ein Bunter Abend folgte, mit Bruchsaler Künstlern und Erich Dörr als Moderator.

Bis 1960 traf man im  ,, Goldenem Lamm“ zur Versammlungen.

1962 bekam Zuchtfreund Herbert Fischer von der Firma Siemens eine ausgediente Halle angeboten, was er dem damaligen Vorstand Helmut Werstein mitteile und dieser sofort zugriff. An nur einem Samstag wurde die Halle demontiert und weg gebracht, die verantwortlichen der Firma Siemens waren über diese schnell und saubere Arbeit so überrascht da sie dem Vereine eine weitere Halle überließen. Aus den nun zwei überlassenen Hallen wurde eine große Ausstellungshalle mit Vereinsheim mit den Maßen 33 auf 17 Meter gebaut. Dies war für die Züchter und Verwaltung (insbesondere Helmut Werstein und Zimmermeister Ernst Schmidt) eine große Herausforderung. Von nun an wurden die Vereinsschauen in der neu gebauten Halle ausgetragen, so wie die eine oder anderen Kreisschauen.

1970 war wieder ein großes Ereignis – das 75′ Jährige Jubiläum. Mitten in den Vorbereitungen dieses großen Ereignisses machte die Stadt Bruchsal den Züchtern einen Strich durch die Rechnung sie kündigte den Pachtvertrag da die Holzindustrie den Platz braute, da war es mit der guten Stimmung aus ein große Fest zu feiern, natürlich vorbei. Nach unzählichen und zähen Verhandlungen mit der Stadt gelang es Alfons Ihle eine Entschädigung für die Zuchtanlage und dem Vereinsheim zu bekommen. Ebenso wurde vom Liegenschaftsamt Karlsruhe ein neues 205 Ar Grundstück Angeboten, diese müsste aber erst von der Stadt Bruchsal mit Mutterboden aufgefüllt werden. 6 von 28 Züchtern waren bereit nochmal neu anzufangen auf dem neuen Gelände in der Schönbornwiesen etwas später gesellten sich weiter 4 Züchter aus der alten Anlage dazu.

Die neue Zuchtanlage mit Vereinsheim und einer kleinen Ausstellungshalle für die Vereinsschau wurde geplant mit Architekt Wiest. Die 10 verbleibende bauwilligen Züchter wurde sehr ungeduldig als nach einem Jahr die Stadt ihr Pflicht noch nicht nachkam und für die Baugenehmigung noch kein grünes Licht gab.

Erst als Georg Isele als erster Vorstand 1972 gewählt wurde kam die Sache ins Rollen, da er das Vereinsheim und die Zuchtanlage im Baugesuch trennte. Der Bau der ersten 10 Parzellen wurde im Oktober 1972 in vorbildlicher Zusammenarbeit in Angriff genommen. Während der Bauzeit stellte die Raiffeisenzentralgenossenschaft- Bruchsal öfters mal einen Schlepper mit zwei Rollen zur Verfügung. Vorstand Georg Isele hatte damit Tage lang das benötigte Baumaterial transportiert.

So konnte 1973 die ersten Parzellen an die Züchter übergeben werden.

1974 wurde die erste Jungtierschau in mit Stolz in der neuerbauten Zuchtanlage durgeführt. Auch mit der Aufzucht ging es voran und man nahm auch an größeren Schauen teil. Eine Parzelle wurde als Vereinsheim eingerichtet und löste das Gasthaus ,,Merkur“ als Versammlungsstätte ab.

Die Schwierigkeiten sollten nicht Enden beim Bau des eigentlichen Vereinsheim wurde zu  Auflage gemacht Pfahlgründung, doch das Angebot der Fa. Philipp betrug 59.000 DM, der Verein hatte von der Stadt Bruchsal für seine alte Halle in der Hanfröste nur 60.000 DM bekommen. So musste der Verein nach anderen Lösungen suchen und hatte eine Idee gegenüber der Zuchtanlage im Wald da der Untergrund ideal gewesen wäre, aber da spielte das Forstamt nicht mit, worauf es dann nur noch eine Lösung gab das Vereinsheim auf einem Streifenfundament mit verstärkter Bodenplatte zu bauen. Sämtliche Arbeiten wurden von den Züchtern selbst durchgeführt, bis auf zwei Sanitärinstallation und die Gasheizung diese wurden von Fachleuten die dem Verein wohlwollen zu Seite standen Preiswert übernommen.

1977 wurde die erste Ausstellung im neuen Vereinsheim durchgeführt, das sich noch im Rohbau befand.

Im Jahre 1982 und 1988 wurde die Zuchtanlage um jeweils eine Doppelstallung erweitert. Ebenso wurde 1988 ein Gemeinschaftstoilette in der Zuchtanlage gebaut, worüber sich insbesondere die Züchterfrauen Freuden.

1991 wurde in  der Halle eine neue Decke und eine neue Beleuchtung angebracht.

Seit 1992 führt der Kleintierzuchtverein die Kreistauben- und Ziergeflügelschau durchgeführt.

1994 bekam auch der Gastraum eine neue Decke und neue Beleuchtung. Zeitgleich wurde ebenfalls ein Ausstellungs-und Lagerraum angebaut.

Im August 1995 hatte man wieder was zu feiern – das 100-jährige Bestehen. Nach so vielen Schwierigkeiten, Auf und Abs hatte so manch einer zeitliche Bedenken ob dies zu schaffen ist. Doch mit der Führung des ersten Vorstandes Georg Isele, der bis dahin die längste Vorstandschaft  des Vereines war, können auch noch die nächsten 100 Jahre bewältigt werden.

Daher unseren aller größten Respekt und Dank an Georg Isele der die Verantwortung unseres Verein in seiner bisherigen 24 Jahren Vorstandschaft meisterte, in der Hoffnung das er auch die nächsten Jahrzehnte die Vorstandschaft übernimmt und unseren Kleintierzuchtverein C 20 Bruchsal weiterhin in ruhigem Fahrwasser leitet. Ihm und allen Züchtern die ihn immer tatkräftig unterstützten Wünsche ich weiterhin eine Gute Hand bei der Zucht und viel Gesundheit.